Nachweis von Proteinen

Nachweise von Proteinen erfolgten bei uns vorwiegend über die aus der gymnasialen Oberstufe gängigen drei Methoden. Diese sind der Nachweis mittels Biuret-Reagenz, mittels Xanthoprotein-Reaktion und mittels Ninhydrin.

Biuret-Reaktion

Zu der Probelösung wird das gleiche Volumen an Biuret-Reagenz (siehe Anhang) hinzugegeben. Bei Anwesenheit von Proteinen und Peptiden verfärbt sich die Lösung rotstichig-blau bis purpurfarben. Diese Farbänderung erklärt sich durch den sich ausbildenden Komplex von Cu2+ und den Peptidketten.

Xanthoprotein-Reaktion

Bei der Xanthoprotein-Reaktion wird die Probelösung zusammen mit Salpetersäure (HNO3) erhitzt. Bei einem positiven Nachweis verfärbt sich die Lösung gelb. Diese Farbänderung beruht auf der Nitrierung (Übertragung einer NO2-Gruppe) von aromatischen Resten des Proteins. Dieser Nachweis würde folglich deshalb bei einem Polypeptid welches kein Phenylalanin, Tryptophan oder Tyrosin enthält, negativ ausfallen. Da große Proteine allerdings meistens mindestens eine dieser Aminosäuren enthalten, kann auch die Xanthoprotein-Reaktion als ziemlich zuverlässig für den Proteinnachweis bezeichnet werden.

Ninhydrin-Reaktion

Für diesen Nachweis wird die Probe mit Ninhydrin zusammen bei 60 °C inkubiert. Wir verwendeten dabei immer eine 150 µl Probe, welche wir zusammen mit 50 µl Ninhydrin in eine Mikrotitrierplatte (V = 300 µl) gaben und für 30 min bei 60 °C inkubierten. Bei positivem Nachweis ergibt sich eine purpurfarbene Lösung. Die Farbänderung beruht bei dieser Reaktion auf der Bildung von Ruhemanns Purpur, welche nach folgender Gleichung über mehrere (hier nicht abgebildete) Zwischenstufen abläuft.

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